Eine schwere Verletzung im Sport ist der Kreuzbandriss. Durch eine Kombinationsbewegung aus Drehung, Beugung und seitlichem Wegknicken von Oberschenkel gegenüber dem Unterschenkel kann es schnell zu einem Riss des vorderen oder hinteren Kreuzband kommen. Das vordere Kreuzband reißt 10 Mal häufiger als das Hintere.

Testungen ob das Kreuzband gerissen ist gibt es sehr viele. Alle haben eins gemeinsam: Die Verschiebbarkeit des Unterschenkels gegen den Oberschenkel, die sogenannte Schublade, zeigt im Seitenvergleich an, ob das Kreuzband geschädigt ist.

Bei einer zu großen Schublade und der damit verbundenen Instabilität ist eine Gefahr vor weiteren Schädigungen des Knorpels und den Seitenbänder leider eine Operation kaum zu vermeiden. Die Risiken einer Operation sind wie bei jedem Eingriff gegeben.

Was ist aber nun der Vorteil von keiner Operation?

Man startet viel früher wieder in eine Aktivität um das Knie zu stabilisieren und hat die Nachteile der Ruhigstellung und dem damit eingehenden Muskelschwund nach der Operation nicht. Durch gezieltes Training ist das Wunderwerk Körper viel früher wieder in der Lage, voll belastet zu werden. Stabilisationen und Kräftigung der Muskulatur, die die Beinachse gerade halten, vor allem Gesäß und Oberschenkelrückseite bringen ein schnelles Gefühl der Sicherheit ins Knie und die Schmerzen sind deutlich geringer, als nach einem operativen Eingriff.

Und falls die konservative Therapie nicht anschlägt und das Knie weiterhin gefühlt instabil ist hat man den Vorteil eines sehr gut austrainiertem Knies und kann sich auch Jahre danach noch für einen Eingriff entscheiden.